Meine Serien-Linktipps der Woche (39)

Wichtige Tage für Serienfans: Die Upfronts laufen in New York. Aber natürlich geht’s in den Serien-Linktipps nicht nur um das, was die US-Sender vorhaben. Spannende Lesestücke zum Alkoholgenuss von weiblichen Serienfiguren, zu den Ereignissen von „Game of Thrones“ oder auch zur Diversität in Serien habe ich zusammengetragen. Und: mein Podcast geht weiter. Frohes Lesen!

(via Giphy)

Jubel! – Das Wichtigste zuerst: Es wird ein Spin-off von „The Good Wife“ geben. Und zwar mit der Hauptfigur – Trommelwirbel! – Diane Lockhart. Was für eine großartige Idee! Das ist die Figur, bei der ich es mir wirklich gewünscht habe, dass wir mehr von ihr sehen dürfen. Ende vergangener Woche gab es bereits Spekulationen. Und jetzt hat CBS am Donnerstagabend bei den Upfronts verkündet, dass es die Fortsetzung mit der wunderbaren Christine Baranski und auch mit Cush Jumbo (sie spielt Lucca Quinn) wirklich geben wird. „It’s official: CBS All Access orders ‚Good Wife‘ spinoff starring Christine Baranski, Cush Jumbo“

Brrr. – Die neue Folge „Game of Thrones“ hatte natürlich auch wieder Drauf-rum-denk-Texte zur Folge. Zwei davon fand ich so spannend, dass ich sie in meine Linktipps aufgenommen habe.
– Sonia Saraiya hat über die rassistischen Züge in der Machtpolitik geschrieben, die in der Folge deutlich wurde –Achtung! Hinter folgendem Link verbergen sich Spoiler auf die neue Staffel von „Game of Thrones“: White privilege of Westeros: ‚Game of Thrones‘ finally addresses its racial politics“
– Bei „Mashable“ hat man – mal wieder – Bücher, Folgen, die auf den Büchern basieren und die neuen Folgen verglichen. Und kommt für die neuen Folgen zu einem interessanten Schluss (dem ich übrigens vollkommen zustimme): „The one thing ‚Game of Thrones‘ keeps doing better than the books“

Ja, so gehört sich das. – Robin Wright, die Claire Underwood in „House of Cards“ spielt, bei einigen Folgen der Serie Regie geführt hat und nun auch Executive Producer ist, hat tatsächlich weniger Geld bekommen als Kevin Spacey, der an ihrer Seite Frank Underwood spielt. Während ich das für die erste Staffel verstehen kann – Kevin Spacey war ein wichtiger Marketingfaktor für Netflix, weil er der bekanntere Name war -, ergibt das ab Staffel 2 tatsächlich keinen Sinn mehr, weil Claire eine ebenso wichtige Rolle einnimmt wie Frank. Jetzt hat Robin Wright bei einem Auftritt darüber geredet, dass sie auf den Tisch gehauen hat und nun das gleiche verdient. „Robin Wright pressed for pay equal to Kevin Spacey on ‚House of Cards'“

Na dann: Prost. – Wenn eine Frau sich in einer Serie ein Glas Wein eingießt, ist das mittlerweile ein fast sicheres Zeichen dafür, dass der Drehbuchautor dem Publikum sagen will: Da hat jemand Sorgen! Ich sage nur: „Game of Thrones“, „The Good Wife“ oder auch „Scandal“. Megan Garber hat für „The Atlantic“ über dieses Weinmotiv geschrieben und fragt sich, was dahinter steckt: „The women and the wine“

Aha! -„Heutzutage gibt es zwar so viele großartige Serien wie nie zuvor, doch gleichzeitig war es noch nie schwieriger, eine Serie zu machen.“ Diese Aussage hat mich doch sehr überrascht. Und macht folgenden „Vulture“-Text übers Serien-Business umso lesenswerter (sehr lang, aber lohnt sich wirklich): „The business of too much TV“

Soso. – Der US-Sender CBS ist für seine Programmpläne kritisiert worden, weil die Serien zu weiß und zu männlich sind. Den Vorwurf kann ich gut nachvollziehen und er ist ja auch nicht neu. Überraschenderweise haben die Senderverantwortlichen nun darauf reagiert: „CBS says shows are more ‚diverse‘ despite critcism“

Die Upfronts in der Übersicht – Wer sich über die wie jedes Jahr schicksalsschweren Tage in New York umfassend informieren möchte, dem kann ich den Themenschwerpunkt von serienjunkies.de ans Herz legen. Da kann man gezielt nachschauen, welcher Sender welche Serien absetzt, verlängert oder neu ins Programm bringt. Dazu gibt’s außerdem Bewertungen der Programmvorstellungen der einzelnen Sender: „US-Upfronts“

Weiter geht’sDie zweite Staffel meines Podcasts ist am Freitag gestartet. Und zwar mit einem Klassiker: „Friends“. Drehbuchautor Manuel Meimberg hat mich mit seiner Wahl überrascht, erklärt aber sehr schlüssig, warum „Friends“ faszinierender ist, als ich dachte. Außerdem verstehe ich nun endlich, warum es so schwierig ist, eine gute Comedy zu schreiben. Das Audiofile gibt’s gleich hier, mehr Infos zur Serie und zum Gast gibt’s hier: „Lachen und weinen mit ‚Friends'“

Am Freitag veröffentliche ich übrigens schon die nächste Folge unter dwdl.de/seriendialoge. Aber natürlich verrate ich jetzt noch nicht, um welche Serie es gehen wird. 😉

Und zum Schluss noch zwei News:

  • Die Geschichte des echten Drogenbarons El Chapo wird bald als Serie bei Netflix zu sehen sein: News.
  • Annette Reekers, die deutsche Produzentin, die auf eigene Faust in Südafrika eine Krimi-Serie gedreht hat, hat einen Sender für ihr Werk gefunden. News.



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