Meine Serien-Linktipps der Woche (47)

Da war ja einiges los in dieser Woche: Neuigkeiten und heißersehnte Trailer von der Comic-Con (Sherlock!1!11) und der erste Trailer und ein Start-Datum für die „Gilmore Girls“-Fortsetzung. In den Serien-Linktipps außerdem: warum Sex-Szenen im TV immer realistischer werden, warum wir dringend eine Serie mit homosexuellen Protagonisten brauchen und wie mit Macht, Sex und Gewalt in „Game of Thrones“ umgegangen wird. Frohes Lesen! 
(via Giphy)

Heißersehnt I – Die Comic-Con hat in diesem Jahr wieder sehr viele Serien-Fans glücklich gemacht – auch die „Sherlock“-Fans, die sehnlichst auf Staffel 4 warten. Benedict Cumberbatch war zum ersten Mal da, was das „Sherlock“-Panel zu einem Highlight gemacht hat. Denn dort gab es nicht nur den Teaser-Trailer für Staffel 4, sondern auch Details aus dem Munde von Sherldict Holmbatch höchstpersönlich. Ungefähr jede Serien-Seite hat darüber geschrieben, aber ich finde es reicht völlig, wenn Ihr den Text von „Entertainment Weekly“ dazu lest:  „Comic-Con 2016: ‚Sherlock‘ panel reveals three key names to tease season 4“
Das „Game of Thrones“-Panel war offenbar auch sehr aufschlussreich, wer nicht da war, kann das mit diesem „Wired“-Text nachholen: „6 things we learned at the ‚Game of Thrones“ Comic-con panel“
Von den Tausenden Comic-Con-Artikeln fand ich folgenden von „Mashable“ am praktischsten – die haben nämlich alle Trailer aufgelistet, die vorgestellt wurden. „Watch every single Comic-Con trailer you missed“
(Es wird eine Dirk-Gently-Serie geben. Das war mir bisher entgangen, bis ich es in der Trailer-Auflistung gesehen habe. Wie cool ist das denn?!?)

Heißersehnt II – Kurz nach der Comic-Con hat Netflix für einen weiteren Begeisterungssturm gesorgt: Ein Trailer zur „Gilmore Girls“-Fortsetzung wurde veröffentlicht und endlich das Startdatum des Vierteilers bekanntgegeben. Hier der Trailer:

Vom Trailer war ich – ehrlich gesagt – ein bisschen enttäuscht. Er wirkt ein bisschen zu … gewollt. Mir fällt keine bessere Formulierung ein. Ich habe den Eindruck, dass hier sehr viel Aufwand betrieben wurde, um das alte „Gilmore Girls“-Gefühl zu transportieren. Und diesen Aufwand merkt man, es fühlt sich für mich nicht natürlich an. Aber – hey – die Erwartungen sind so hoch, dass es schwer ist, sie mit einem einzigen Trailer zu erfüllen. Dieser Trailer hat übrigens schon für einige Spekulationen gesorgt. Erstens: Wohnen die beiden etwa wieder zusammen? Und: Warum trägt Lorelai keinen Ehering?
Eine wichtige Frage, die Lorelai stellt, ist schon Stunden nach dem Veröffentlichen des Trailers beantwortet worden: „Yes, Lorelai Gilmore, John Oliver totally thinks you’re hot“
So, und jetzt wieder ein bisschen runterkommen und bis November warten. Am 25. November ist es nämlich endlich soweit. Ich werde mir weitere Trailer mit Vergnügen ansehen, aber weiterhin von Deutungen absehen und versuchen, meine Erwartungen nicht zu groß werden zu lassen (was nicht einfach sein wird).
Netflix hat übrigens noch mehr bekannt gegeben, das Wichtiges daraus:  Die „Black Mirror“-Fortsetzung gibt’s am 21. Oktober. Und mehr gibt’s in der „Vulture“-Auflistung: „Netflix announces premiere dates“

Eisig – In der DRadioWissen-Sendung „Eine Stunde Liebe“ ging es vergangenen Freitag um „Game of Thrones“. Und zwar darum, welche Frauen- und Männerbilder transportiert werden, welche Rolle Sex spielt und wie Machtstrukturen aufgebaut werden. Ein spannendes Interview mit der Medienwissenschaftlerin Stéphanie Genz, ergänzt um Zitate aus der Serie: „Fantasy und Sexismus: Sex, Gewalt und ‚Game of Thrones'“
(Nach dem Hören habe ich mir dann gleich das Buch bestellt, an dem Stéphanie Genz mitgeschrieben hat: „Women of Ice and Fire: Gender, Game of Thrones and Multiple Media Engagements“.)

Heiß – Ja, es gibt – gerade in Kabel- und Streaminganbieter-Serien – sehr viel Sex. Gefühlt ist das mehr als noch vor ein paar Jahren. Und irgendwie wirken die Sex-Szenen besser und realistischer, weil sie aus dem Heteronormativen ausbrechen und immer öfter Teil der Charakterentwicklung oder der Handlung sind. Finde ich. Und das findet auch Eliana Dockterman, die für „Time“ der Frage nachgegangen ist, warum Sex im Fernsehen realistischer geworden ist:  „How TV sex got real“

Ersehnt – Obwohl es mittlerweile in vielen großen US-Serien wichtige homosexuelle Charaktere gibt, fehlt nach dem Ende von „Looking“ eine Serie, die sich dem homosexuellen Leben widmet, findet Brian Moylan von „Vulture“: „Why we need a big gay TV show“

Gruselig – Große Begeisterung für „Stranger Things“ allüberall. Für „Buzzfeed“ war eine Nebenfigur besonders spannend: die Schülerin Barb. Ein Porträt/Interview mit der Schauspielerin Shannon Purser: „Meet the star who won TV this summer“

Huch I – Mensch, sind wir alt geworden: „This will make you feel old: parent struggles to explain a pager used in a ‚Buffy‘ episode to a 10 year old“

Huch II – Mensch, sind die alt geworden: „‚One Tree Hill‘: Where are they now“ (Mit besonderen Grüßen an Lisa! 🙂 )

Und zum Schluss noch vier News:

  • Es könnte bald eine „Veronica Mars“-Miniserie geben. Sagt Kristen Bell.
  • Netflix hat die Rechte am Buch über den „Panama Papers“-Skandal gekauft, das zwei Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ geschrieben haben. Aufgedeckt.
  • Und es werden immer mehr: Die sechste Staffel „Game of Thrones“ wurde von so vielen Menschen wie nie zuvor geschaut. Wahnsinn.
  • Heather Dunbar wird doch Präsidentin, irgendwie. Allerdings nicht in „House of Cards“, sondern in „Homeland“. Und ja, natürlich nicht die Figur, sondern die Darstellerin, Elizabeth Marvel. Gecastet.



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